Erinnerungen an das Repetitive
Heute schrieb Jonathan Harris über Godfrey Reggio. Wer ist Godfrey Reggio, fragte ich mich. Ach so, der Macher von Koyaanisqatsi ,. Den Film kenne ich noch aus alten Studientagen, als ich noch Spezialistin für tonale Musik des 20. Jahrhunderts war. Da im 20. Jahrhundert nicht viel ernste Musik tonal ist, blieb ich bei Minimal Music hängen und auch dort wählte ich den populärsten und eingängigsten Komponisten als meinen Schwerpunkt: Philip Glass. Schauen die Kleinen nicht total gebannt? Die Blicke verbreiten in mir weniger Schrecken als Freude. Ich war neulich bei meinen kleinen Sitterkindern Edgar und Gustav und die haben bei Wicky, dem Wikinger auch so süß geglotzt. Philip Glass hat mich daran erinnert, wie gerne ich repetitive Musik mag und dass ich unbedingt mehr damit arbeiten möchte, weil es uns so fremd ist, in unserer Kultur. Wiederholung schafft nur Struktur und keinen Sinn an sich. Eine witzige These.