Akkordeon advanced

Gurzuf

Als ich gerade meine Myspace-Seite gecheckt habe, habe ich eine alte mail von Egor gefunden. Egor? Egor ist ein junger Akkordeonspieler aus Weißrussland, den mein Kumpel Alex dieses Jahr mit seiner Freudin zu Besuch hatte. http://www.myspace.com/gurzuff

Die Musik ist der Hammer: Apocalyptica auf Akkordeon, würde ich sagen, trifft sie Sache ganz gut. Er hat uns damals was in der Küche vorgespielt und ich kann diese Hingabe nicht vergessen, mit er gespielt hat. Seine supernette Freundin ist übrigens Grafikdesignerin und hat die Myspace-Seite als Abschlussarbeit gemacht. Wer also in Deutschland eine richtig gute Grafikdesignerin braucht, darf Sie gerne nach Deutschland holen. Sie freut sich.

Ein Jahresrückblick

Gestern Abend bei einem Wintersonnenwende-Gelage habe ich meine neues "Fragebuch" von Mikael Krogerus und Roman Tschäppeler gezückt.

http://www.amazon.de/Das-Fragebuch-Mikael-Krogerus/dp/3036955518

Jetzt ist die Zeit zwischen den Jahren. Um dem neuen Jahr eine Richtung zu geben ist es nicht schlecht, das alte Jahr einmal Revue passieren zu lassen.

Die folgenden Fragen sind eine Auswahl aus dem Buch.

Das Buch des Jahres
"Die vergessene Generation" von Sabine Bode. Ich bekam es mit den Worten empfohlen "da wirst Du Deine Eltern sicherlich besser verstehen" und ich kann sagen, es stimmt. Und: Ich verstehe mich auch besser. Eine beeindruckende Darstellung meiner Elterngeneration, ihrer Kriegstraumata und dem gesellschaftlich aufgezwungenen Schweigen.

http://www.amazon.de/Die-vergessene-Generation-Kriegskinder-Schweigen/dp/3492...


Der Song des Jahres:
"Signs" von Bloc Party
Weil er in "Gossip Girl" wunderbar inszeniert wurde, aber auch, weil das repetitive des Songs einfach überirdisch intim ist.


Das Kleidungsstück es Jahres:
Immer noch meine Pumphose von NIKITA.


Die beste Reise:

LONDON!!!!!!

2009_05_london_0086

Die schwerste Entscheidung:
Mein Musikprojekt Sergejwitsch aufzugeben.

http://www.myspace.com/sergejwitsch


In diesem Buch stehen noch mehr Fragen, über die man nachdenken und ins Gespräch kommen kann. Ein tolles Buch.

Manner of Speaking

Ein wirklich tolles Cover! Es begleitet mich schon eine ganze Weile.

Das Video ist unteres Mittelmaß, aber vielleicht taugt es für ein Film-Rätsel: Aus welchen Filmen sind diese Szenen? Aber halt, einen Moment: Nun habe ich mir doch mal wieder die Bilder angeschaut und einige interessante Gesten gefunden. Wie fängt man filmisch oder fotografisch, stumm, nur in Gesten, Intimität, Leidenschaft, Sehnsucht, zögern, Begehren, Hingabe, Staunen, Verzeiflung, Erleichterung und Berührung ein?

Und: Ich habe hier ein paar alte Freunde aus Filmen getroffen: James Bond in Casono Royal, den Highlander, Hugh Jackman, Herr der Ringe....

Bei New Yorker

Eben war ich bei New Yorker. Es war dort, trotz Vorweihnachtsstress, gar nicht soooo voll. Und ja, ich bekenne mich, ich gehe bisweilen zu New Yorker. Und plötzlich stand die Zeit still, weil aus den Boxen dieser Song kam, naja, irgendwie so eine Radio-Version oder was geremixtes, aber es war der Song.
Abgesehen davon, dass ich die Melodie schön finde, finde ich den Umgang mit Pitch-Controll schon ziemlich mutig. Damals, als noch die blaue dame im Fünften Element sang, versuchte man die Mischung noch so zu machen, dass die Stimme menschlich klang. Heute pitcht man sich einfach einen zurecht. Wirkung befremdlich, aber trotzdem (oder gerade deswegen?) schön.

Total Recall - Das Festival des nacherzählten Films

http://www.total-recall.org/

Ich war zum zweiten Mal dort. Diesmal aber nicht alleine, sondern mit vielen, unterschiedlichen Freunden und Bekannten. Ich hoffe, mir wiederspricht keiner, wenn ich sage, wir haben uns alle köstlich amüsiert. Bei dieser Veranstaltung geht es darum, einen Film ohne Hilfsmittel in zehn Minuten nachzuerzählen. Das wirklich bemerkenswerte daran ist für mich, wie die einzelnen Erzähler versuchen das Problem des Medienwechsels von Bild + Ton bei einer Länge von 90 Minuten auf reines Erzählen in zehn Minuten zu lösen. Besonders witzig finde ich, wenn Erzähler einen Film nicht verstanden haben und versuchen erzählend das Missverstehen mit dem Publikum zu teilen oder versuchen, es erzählend zu mindern, um KLarheit in die Sache zu bringen. Diese verzweifelten kleine Nebensätze wie "Wo der herkam weiß auch keiner", "Das macht keinen Sinn" oder "Das habe ich nicht verstanden" sind einfach großartig, weil sie die geistige Hilflosigkeit so authentisch miterlebbar machen. Schön auch kleine Hintergrundinformationen wie bei dem Beitrag "Vom Winde verweht": "Im Hintergrund brannte übrigens das Filmset von King Kong 1939". Und diese Einschübe kommen so plötzlich unerwartet, dass ich einfach loslache
n muss. Schön auch was Adrinalin und Lampenfieber machen. So wurde aus einer jungen Frau, die mit zitternder Stimme "Ich kann eigentlich gar nicht erzählen deshalb haben mich meine tollen Freunde hier hoch geschickt" sagte, einer der besten Beiträge des Abends, weil sie von "Die Unglaublichen" nicht die Handlung erzählte, sondern einfach nur die Personen beschrieb und uns an ihrer Verzweiflung teilhaben lies, dass keiner mit ihr diesen Fim aus DVD schauen will.

Hier kann man sich ein paar Beispiele ansehen:
http://www.total-recall.org/beitraege/view_qt_high.php?id=0

Das Festival ist eigentlich immer Mal wieder hier und da. Also, unbedingt hingehen, das ist wirklich gute Unterghaltung.

Wer ist Afenginn?

Neulich, vor einigen Wochen, dachte ich "Ich muss mal wieder ins Konzert". Und dann schaue ich, was die die Kulturbrauerei in Berlin zu bieten hat, denn eine ganz liebe Freundin von mir hat die Macht mich dort auf die Gästeliste zu setzen. So landete ich mutig mit meinem Kumpel Alex bei der Band "Afenginn". Afenginn, Afenginn? Who the fuck is Afenginn?

Das fragen sich offensichtlich auch andere:

Ich habe mir vor dem Konzert aber nur kurz die Myspace-Seite angeschaut:
http://www.myspace.com/afenginn
Tipp: Perky [Pearl]

Ja, was ist das? Irgendwas zwischen Balkan-Beats, Pop, Jazz...

Man sieht auf der Bühne von Links nach rechts:

Den Klarinettisten Rasmus Kroyer. Er sieht aus, als würde er eigentlich hier in Berlin, vermutlich in Mitte in einer Agentur arbeiten und das aus Prinzip nur mit Apple. Das lag wohl an dem dunklen Anzug in Kombination mit einer schwarzen Nerd-Brille.

Rechts von ihm, der Violinist Niels Skovmand. Ein eigentlich ganz normal aussehender Mann, aber sobald er die Geige anlegt, bekommt sein Gesicht einen Ausdruck von Hingabe und Freude, der den weiblichen Blick fesselt und die Sehnsucht weckt. Ich konnte einfach nicht mehr wegschauen. Hingabe macht aber auch einfach wunderschön.

In der Mitte, Kim Nyberg, an der Mandoline. Man meint, der hat sich verlaufen und den Weg zum Reggae-Festival nicht mehr gefunden.

Rechts, Aske Jacoby, am Bass. Ein alter Mann mit den Augen eines Jungen.

Im Hintergrund, am Schlagzeug, Rune Kofoed: lässig und blond.

Später kamen dann noch drei Tenöre und zwei Bläser dazu. Ich war hingerissen und überwältigt. Warum? Endlich wurde ich musikalisch mal wieder überrascht und zwar nur positiv. Komplexe Rhythmen, unglaubliche Breaks, wunderschöne Melodien und Menschen auf der Bühne, die einfach Spass haben, obwohl sie für nur eine Hand voll Menschen musizieren. Die Melodien bilden riesige Bögen, während im Hintergrund das Schlagzeug "humpa-humpa" donnert und die Klarinette schreit. Dann wieder ein Stück zwischen Schlager und Pop. Gefolgt von einer orchestral besetzen Großform. Und irgendwie eiert und kugelt alles immer so schön, dass einem die Musik locker in die Knie wippt. Und verdammt, was für einen Takt haben wir denn hier? Bei all dem Offbeat- und Break-Gehämmert kann man nicht mitzählen. ... und will es auch irgendwann nicht mehr...

Also, das neue Album erscheint in Deutschland wohl in den nächsten Wochen und ich hoffe sehr, das macht die Jungs hier bekannter.

Ferner hoffe ich, die fallen den Organisatoren des TFF auf, denn da gehören die ja mal echt hin.

http://www.afenginn.dk/

Neustart

Vor einigen Monaten habe ich einen Blog über englischsprachige Serien gestartet und war total begeistert davon. Doch leider schaue ich gerade kaum Serien, deshalb gibt es nichts zu schreiben.
Statt dessen lasse ich mich auf großen Surftouren durch das Web und das reale Leben da draußen inspirieren.
Immer öfter passiert dann etwas Wunderbares. Plötzlich bemerke ich, dass mein Herz hüpft, ich meine Arme zum Himmel strecke, das Lachen nicht mehr aufzuhalten ist, alles still steht um mich herum oder in mir, der Atem endlich wieder einmal den Sauerstoff tief in meine Lungen saugt, die Kinnlade nur noch staunend fällt oder sich ein breites Grinsen zwischen meine Ohren zieht. Und das sind die Momente, wo ich weiß, dass ich lebe, dass ich gerade das Richtige tue oder auf dem richtigen Weg bin.
Diese Dinge möchte ich nun sammeln, festhalten und mit anderen Menschen teilen.

The Beginning

Vor einigen Monaten habe ich einen Blog über englischsprachige Serien gestartet und war total begeistert davon. Doch leider schaue ich gerade kaum Serien, deshalb gibt es nichts zu schreiben.
Statt dessen lasse ich mich auf großen Surftouren durch das Web und das reale Leben da draußen inspirieren.
Immer öfter passiert dann etwas Wunderbares. Plötzlich bemerke ich, dass mein Herz hüpft, ich meine Arme zum Himmel strecke, das Lachen nicht mehr aufzuhalten ist, alles still steht um mich herum oder in mir, der Atem endlich wieder einmal den Sauerstoff tief in meine Lungen saugt, die Kinnlade nur noch staunend fällt oder sich ein breites Grinsen zwischen meine Ohren zieht. Und das sind die Momente, wo ich weiß, dass ich lebe, dass ich gerade das Richtige tue oder auf dem richtigen Weg bin.
Diese Dinge möchte ich nun sammeln, festhalten und mit anderen Menschen teilen.

Schon wieder Kindheit: Das Geheimnis des Siebten Weges

Ich fand die Serie früher klasse.
Nun bin ich so alt wieder der Lehrer ... oder älter? ... schluck. Was würde man heute von einem Typen denken, der seinen Schülern erzählt, er würde auf einen Brief von einem Unbekannten warten, damit morgen ein Abenteuer beginnt? Richtig, bei dem ist der Starlight Express vorbei gefahren und hat vielleicht dabei seinen Kopf erwischt.