Ein großes Herz
Wie schön!!!! Das habe ich gerade in einem Blog gefunden. Quelle: http://beachbungalow8.blogspot.com/2010/01/fold-school.html
... muss das heute wohl gewesen sein, wenn mir so viel einfällt, was ich schreiben kann. Die kleinen Glücksmomente machen glücklicher als ein Lottogewinn, sagt die Wissenschaft. Stimmt, sage ich. Heute war ein guter Tag. Ich habe den größten Teil des unangenehmen Büroteils erledigt, gesund gegessen (Gemüse und Obst), die gestern gekochte Tomatensoße ins Kühlfach geräumt und eine Waschmaschine durchlaufen lassen. Und im Bett wartet das geliebte Zebra (hier noch am schönen Ostseestrand),
das Heizkissen (danke Frauke!) und eine neue Serie. Gute Nacht!
Immer wieder gibt es Höhen und Tiefen mit den lieben Eltern. Die beiden haben es nicht leicht mit mir und ich mache es mir auch nicht leicht mit ihnen. Aber neulich hatte ich doch tatsächlich ein paar ganz entspannte Telefonate mit meinem Papi und das hat mich daran erinnert, dass die beiden mich wirklich lieb haben. Und ist das bei allen Merkwürdigkeiten die wir tun nicht das Wichtigste? Eltern die einen lieben, ist das nicht ein echter Schatz? Verdammt, ich muss Ihnen öfter sagen, wie lieb ich sie habe. Die beiden sind schon cool.
Das Foto ist das erste mit meiner neuen Kamera und es waren verdammt unangenehme -15 Grad. Autsch! Wir sahen so verdammt unterkühlt aus und kein Glühwein oder tee hat mehr geholfen. Auch der Gas-Pilz nicht unter dem wir saßen.
Mit Mami bin ich nun mal wieder zum Business-Brunch beim Chinesen verabredet. Als ich letzte Woche dort war, waren wir beide gesundheitlich noch zu angeschlagen. Wann haben wir das das letzte Mal gemacht? Bevor vor ein paar Jahren unser Stamm-Chinese geschlossen hat. Das ist definitiv zu lange her. Es braucht Mami-Tochter-Events. Und bei denen gibt es auf jeden Fall auch hin und wieder (wegen des Cholesterin nicht zu oft) Torte.
Und vielleicht sollte ich mit Papi doch mal wieder Alt-Bier trinken gehen... Aber die letzte, nette Kneipe in meiner Heimat hat zugemacht.
Der neueste Trend aus Berlin: Man trägt Eisscholle. Entweder lässig wie ein Buch unter dem Arm oder, wie hier von unserem Modell eindrucksvoll demonstriert, als Waffe gegen böse Kinderfrauen. Also, besorgt Euch die It-Scholle!
Vor einigen Jahren habe ich ein Kindchen gehütet, dass eine Krabbelhilfe hatte, also ein Spielzeug, dass dazu beitragen soll, dass das Kind krabbelt. Dieses Kindchen wollte nämlich lieber das Krabbeln auslassen und statt dessen gleich laufen. Mit 9 Monaten stand es schon. Aber gelaufen ist es dann doch erst mit anderthalb Jahren. Leider hatte das Kindchen Angst vor der Krabbelhilfe, die ich so sehr geliebt habe. Also taufte ich sie Karl Heinz und versuchte sie dem Kindchen schmackhaft zu machen. Das hat nichts geholfen, sie wollte halt einfach lieber stehen statt krabbeln.
Zum Abschied bekam ich dann aber von der Mami des Kindes meinen eigenen Karl Heinz. Der braucht aber Batterien, um lustige Geräusche beim hinschmeißen zu machen und die hat mein Papi nun endlich eingebaut. Karl Heinz kann also wieder sprechen und ich habe eine besonders große Freude an seinem "Hui!" Er verbreitet einfach gute Laune. Liegt es daran, dass er einfach total irritiert guckt, dass er diese total schrägen Geräusche macht, so tolle Tools hat (knistern, rasseln, Kopf ausziehbar)? Man weiß es nicht, er ist aber einfach toll und ich mag ihn.
Die Firma heißt übrigens Tiny Love und produziert einen haufen total niedliches Zeug.
Ich habe das Kino für mich wieder entdeckt.
Als ich letztes Jahr zum ersten Mal alleine ins Kino ging, dachte ich, ich müßte sterben, weil ich mich einsam fühlen müßte. Doch es hat Spaß gemacht. Ich mit einer Popcorntüte für mich alleine, nachmittags im Kino. War es Harry Potter? Ich weiß es nicht mehr, auf jeden Fall war ich sehr stolz.
Aber jetzt ist Rosi, meine Nachbarin, Expraktikantin und Kulturgut-Lieferantin wieder da und ich gehe mit Ihr ins englischsprachige Kino. Etwas anderes geht nach fast zwei Jahren Serien im Original schauen nicht mehr. Vor zwei Wochen gab es Avatar in 3D und OV, ein Glück, was man wahrscheinlich nur in Berlin hat. Handlung: naja, Visualisierung: einen Tick zu Goa, Philosophie: schön. 3D-Animation: Wahnsinn! Ist es nicht schön, was heute alles schon geht?
Gestern waren wir in "The Cabinet of Dr. Parnassus". Tolle Geschichte. Schön englisch, daneben, voll mit Ideen und die Visualierung ist wirklich toll: Monty Python auf digital. Geht das? Ja, der Transfair der Ästhetik hat gut geklappt. Aber traurig hat der Film doch gemacht. Wie merkwürdig ist es, den nun verstorbenen Heath Ledger dort zu sehen. Ein großer Verlust.
Das hätte ich vor vier Jahren nicht gedacht. Und daran habe ich mich erinnert, als ich vorvorgestern mit dem Bus zu meiner lieben Freundin Raffa fuhr, im Schnee, vorbei an der Straße in meiner Heimatstadt, in der ich wohnte, als mein Leben mir mehrfach einen Baseballschläger in die Knie gerammt hatte.
Doch heute ist alles gut. Ich habe tolle Jobs, die mir Spaß machen, ich trage neue Kleidung, die endlich zu mir paßt, besitze Technik, die funktioniert, wohne in einer Wohnung, die ich liebe, in einer Gegend in der ich mich wohl fühle, habe Freundschaften, die mich glücklich machen und kann ab und zu in Urlaub fahren. So ein Glück, nach so viel harter Arbeit, hoffen und bangen, durchhalten, überdenken und neu starten.
Und als ich dann bei Raffa ankam, lief mir ein Reh über den Weg. Ein gutes Zeichen.