Der Tag beginnt mit Leckerreien: Einem getostetem Vollkornbrot mit Vlok Feest. Während die Schoki langsam am Brot schmilzt, dampft der heiße Schwarztee mit viel Milch und Algavendicksaft in der Tasse. Wer wird da nicht gerne arbeiten?
Als Freiberuflerin tue ich mich bisweilen schwer mich zu entdisziplinieren. Für dieses Jahr habe ich mir aber vorgenommen entspannter zu werden. So traf ich mich heute Mittag mit meinem Freiberuflerkollegen Marco zum Mittag beim Vietnamesen und kam erst abends zurück. Und ich freu mich! Das Essen beim Vietnamesen auf der Pappelalle ist einfach toll! Die Suppen sind riesig und mit viel lecker Gemüs' drin. Da sind wir dann hängen geblieben und ich durfte meinen ersten vietnamesischen Kaffee trinken: Der kommt einem in Menge und Stärke wie Espresso vor. "Geliefert" wird er aber in einer Tasse, auf der noch ein Minifilter aus Aluminium steht und von dem aus das Extrakt auf süße Kondenzmilch (die ganz dicke aus dem Afrikashop, nicht die labberige Variante aus unseren Supermärkten)tropft. Lecker!!! Von da aus ging es die Pappelallee nach Norden und auf der Ecke Stargader ist dieser zuckersüße Blumenladen. Dort hängen seit einigen Tagen Holzvögel-Girlanden. Der Schwanz der Vögel ist ein Propeller aus Federn. Heute habe ich zugeschlagen, weil mich der Anblick glücklich macht und ich damit das erste Teil für meinen neuen Balkon habe. Das ist mein Beitrag zum Vertreiben der Wintergeister. Niedlich. Dann waren wir in den Schönhauserallee-Arkaden und ich habe ein Geschenk für klein Gustav gefunden. Er ist eines meiner liebsten "Kindchen", die ich hüte und das tue ich seit er nicht einmal ein halbes Jahr alt ist. Nun wird er schon zwei. Und weil er gerade mit Bruder und Eltern in Afrika war bekommt er von Playmobil eine afrikanische Tierärztin mit den passenden Tieren dazu. Plaste muss sein! Hängen geblieben sind wir dann bei Balzac, wo Marco noch einen Kaffee trinken mußte, während ich bei Douglas eine sinnlose Beratung aufgedrückt bekommen habe. Er hat dort auch einen Freiberufler getroffen, mit dem haben wir dann toll inspirierend gequatscht, uns ausgetauscht (auch Visitenkarten) und ich bin hungrig nach Hause. Aber zum Suppe kochen kam ich nicht, denn mich rief mein zukünftiger Coach an. Juchuh, ich bekomme Unterstützung von außen! Ich muss nicht mehr alles alleine machen!!!! Ist das nicht ein toller Nachmittag??? Ich will mehr davon!
Wie witzig ist das denn? Nach einem Psychotest bekommt man eine Schriftart zugewiesen. http://www.pentagram.com/what-type-are-you/ Meine Schrift ist von van Doesburg. Interessant. ich weiß noch nicht, ob sie mir gefällt, denn die Abstände zwischen den Buchstaben sind gleich und das kann ich seit den Kartoffeldrucktagen nicht leiden. Aber das Fragezeichen ist super! http://de.wikipedia.org/wiki/Theo_van_Doesburg Und schon wieder was mit "Dada". Wieso begegnen mir in letzter Zeit immer wieder Dinge, die mit Dada zu tun haben?
Bei ted.com stieß ich vor einigen Wochen auf Jonathan Harris. Seit dem Moment komme aus vielen Gründen nicht davon los mich mit seinen Arbeiten zu beschäftigen. Seit heute bekomme ich jeden Tag ein Foto seines Projektes "today". http://number27.org/index.html Es ist merkwürdig das Leben eines Menschen in Fotos zu verfolgen. Es ist anders als einen Blog zu lesen. Vielleicht, weil die täglich kommentierten Fotos einer Chronologie folgt, die Zusammenhänge entstehen läßt, Sinn erschließen läßt und damit den Menschen hinter der Kamera (durch das Auge des Betrachters) näher rücken läßt, obwohl er irgendwo am anderen Ende der Welt ist. Ich unterstelle ihm, er experimentiert genau damit, denn es geht ihm ja um Geschichten. Die Fotos sind aber auch schön!
Mein Herz hüpft: Das wäre in den späten 80ern mein Style gewesen! (Natürlich ohne Augenklappe). Ich liebe Hosenträger, hochgekrämpelte, derbe Hosen, dicken Strick, Stulpen, diese kalten Erdtöne, Boots und diese süßen Rüschen an den Ärmeln von der Bluse drunter. Inspiration!!!!
Ich habe wieder ein musikalisches Ziel und deshalb spiele ich wieder Theremin. Es ist so schön, neben der Stimme ein anderes Instrument zu haben, wo ich mich nicht an irgendwelche veräußerlichten ästhetischen oder jahrelang antrainierte Masstäbe halten muss. Spass pur!